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03. Juni 2010

Test mit Video


08. Juni 2010

test


21. Juni 2010

Karriere-Beratung

 

 


In Kooperation mit dem Expertenteam des
bundesweit tätigen
Coaching-Unternehmens Karriere²

 

Telefon-Coaching

Besprechen Sie Ihre persönlichen Fragen zu Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Beruf und Karriereplanung mit einem erfahrenen Karriere-Coach. Sie erhalten im Rahmen eines 30-minütigen telefonischen Einzelgesprächs professionelle Unterstützung sowie wertvolle Tipps und individuelle Handlungsempfehlungen zum exklusiven Vorteilspreis von nur 75 Euro (inkl. Mwst).

 

Dipl.Psych. Verena Ende | Jahrgang 1973 | Business-Coach

Verena Ende: "Als Coach begleite ich meine Klienten ein Stück auf dem Weg zu Ihren persönlichen Zielen. Ich unterstütze sie dabei neue Perspektiven einzunehmen, Ressourcen zu mobilisieren und eventuelle Blockaden zu lösen.
So entstehen neue Ha
ndlungsoptionen und persönliche Entwicklungschancen."

 

Qualifikationen

  • Zertifizierung als systemische Beraterin (Systemische Gesellschaft)
  • Studium der Psychologie mit den Schwerpunkten Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Sozialpsychologie an der Freien Universität Berlin
  • Diverse zertifizierte Weiterbildungen in Gruppendynamik, Train-the-Trainer und Erlebnispädagogik

 

Berufspraxis und Kompetenzen

  • Langjährige Berufspraxis als Senior Consultant für Personal-und Organisationsentwicklung in verschiedenen Unternehmen
  • Führungserfahrung als Leiterin Training & Development in der IT-Branche
  • Mehrjährige Erfahrung als Trainerin und Coach zu den Themen Standortbestimmung, Persönliche Weiterentwicklung sowie Auftritt und Wirkung

 

Typische Fragestellungen eines Telefon-Coaching sind:

•    Welche Stellen passen auf mich? Und wie und wo finde ich
     passende Stellen?
•    Wie stelle ich meine Bewerbungsunterlagen am besten
     zusammen?
•    Wie präsentiere ich mich am besten?
•    Wie kann ich mich optimal auf ein Bewerbungsgespräch
     vorbereiten?

 

 


Haben Sie Interesse?
Dann nehmen Sie mit Frau Ende direkt per email unter dem
Stichwort „Telefoncoaching LegalCareers.de“ Kontakt auf: frankfurt@karriere2.com




Zur optimalen Durchführung eines Telefon-Coaching, brauchen wir von Ihnen per email vorab folgende Informationen:

•    Ihre (max. drei) wichtigsten Fragen bzw. Zielsetzung der Beratung
•    Ihre vollständigen Kontaktdaten
•    Ihre Telefon-Nummer und eine Uhrzeit, wann wir Sie am besten erreichen können.
•    Bei Bewerbungsthemen: Ihre Bewerbungsunterlagen und ggf. Link zur Stellenanzeige

 

Alle Daten und Informationen werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt. Haben Sie mehr Bedarf an Gesprächszeit, können Sie dies individuell mit Ihrem Coach vereinbaren.

 

 

 

 

 

                   Bevorzugen Sie ein persönliches Coaching
                   bei den Experten von Karriere²?

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                   Fragen rund um Bewerbung, Job und Karriere - in Düsseldorf,
                   Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und München!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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25. Juni 2010

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

In Kooperation mit squeaker.net

 

 

 

 

 

 

 

Am Anfang einer jeden juristischen Karriere wie auch jedes Praktikums oder Referendariats steht eine Bewerbung, über die Sie mit Ihrem Arbeitgeber in Kontakt treten. Squeaker.net, das Insider-Netzwerk für Ihre Karriere, möchte Ihnen an dieser Stelle am Beispiel des Einstiegs in die Großkanzlei einige Hinweise für die richtige Bewerbung geben und Sie zugleich vor typischen Fehlern bewahren:

Im Vorfeld der Bewerbung – Gut vorbereitet sein

Der Bewerbungsprozess verlangt nicht nur eine Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen und deren Versand. Eine gelungene Bewerbung setzt voraus, dass Sie sich intensiv über potenzielle Arbeitgeber informieren.

Die Bewerbungsunterlagen

Ohne sorgfältig zusammengestellte Bewerbungsunterlagen hat Ihre Bewerbung kaum Aussicht auf Erfolg. Hier finden Sie zahlreiche Ratschläge, wie Sie unnötige Fehler in ihren Bewerbungsunterlagen vermeiden können.

Bewerbungsmappe vs. Online-Bewerbung – Der optimale Weg

Immer mehr Kanzleien erlauben den Kandidaten neben dem Versand einer klassichen Bewerbungsmappe auch eine Online-Bewerbung. In beiden Varianten sollten Sie einige Besonderheiten beachten, um sich positiv aus der Masse der Bewerbungen hervorzuheben.

Das Bewerbungsgespräch – Gut ankommen

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch haben Sie die erste wichtige Hürde übersprungen. Nun müssen Sie den potentiellen Arbeitgeber auch persönlich überzeugen. Wie Sie sich erfolgreich präsentieren können, erfahren Sie hier.

Sie benötigen weitere Informationen? Erfahren Sie mehr in „Das Insider-Dossier: Karriere in der
Großkanzlei  – Bewerbung, Einstieg und Aufstieg“. Das Insider-Dossier ist in Buchform im squeaker.net-Shop (www.squeaker.net/insider)  sowie in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich
(€ 24,90; ISBN 978-3-940345-06-6).

Erfahrungsberichte zu Bewerbungsgesprächen und der Arbeit in einer Großkanzlei finden Sie auf squeaker.net.

 

 

Das Bewerbungsgespräch – Gut ankommen

Die vorstehenden Ausführungen zur Bewerbung gelten für Berufseinsteiger, Referendare und Praktikanten gleichermaßen. Bei Praktikanten erschöpft sich in aller Regel der Bewerbungsprozess in einem solchen Anschreiben. Oft werden Sie schon nach wenigen Tagen einen Brief erhalten, in dem Ihnen eine Praktikantenstelle angeboten wird. Sofern die Kanzlei keine Angaben zur Vergütung macht, fragen Sie nach. Ein Angebot von weniger als 500 Euro für ein vierwöchiges Praktikum sollten Sie nur dann annehmen, wenn Sie – entweder aufgrund Ihrer (noch) eher geringen Qualifikation oder aber aufgrund ihres Interesses an einer bestimmten Kanzlei – keine Alternativen sehen.

Anders sieht es hingegen bei Anwälten und Referendaren aus. Hier werden Sie als Reaktion auf Ihre Bewerbung in der Regel eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bekommen, wobei dies von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich ausgestaltet ist. Während teilweise nur ein Gespräch mit einem Partner der Kanzlei vorgesehen ist, werden Sie sich in anderen Kanzleien dem Team vorstellen, in dem Sie arbeiten werden.

Verhaltensempfehlungen für ein Bewerbungsgespräch wird man kaum geben können. Allgemein gilt: Bemühen Sie sich in besonderem Maße um ein professionelles und seriöses, aber gleichzeitig freundliches und nicht verkrampftes Auftreten und überlegen Sie sich bereits im Vorfeld eine gute Antwort auf die Frage, warum Sie gerade in dieser Kanzlei arbeiten möchten und warum Sie sich gerade für ein bestimmtes Fachgebiet bewerben. Ferner ist es sehr sinnvoll, sich auf der Homepage der Kanzlei über die Mandantschaft und auch die Entwicklung der Kanzlei zu informieren; besonders interessant können dabei die Pressemitteilungen der Kanzlei sein. Hilfreich ist es auch, bereits im Vorfeld der Bewerbung informellen Kontakt zu Mitarbeitern der Kanzlei gehabt zu haben, etwa auf Recruiting-Messen, auf Onlineplattformen wie squeaker.net oder im sonstigen Bekanntenkreis; sie können Ihnen zum einen bei der Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch helfen oder Sie können hierauf Bezug nehmen. Ansonsten – so »abgedroschen« dieser Rat auch klingen mag – seien Sie authentisch: Es wird langfristig weder Ihnen noch der Kanzlei etwas bringen, wenn Sie im Bewerbungsgespräch jemanden spielen, der Sie nicht sind. Vermeiden Sie schließlich jede Form von negativen Äußerungen über andere Personen oder Kanzleien – das fällt sehr schnell auf Sie zurück.

Bereiten Sie sich im Übrigen auch auf das Bewerbungsgespräch vor, indem Sie sich Ihren eigenen Lebenslauf nochmals vergegenwärtigen. In der absoluten Mehrzahl aller Bewerbungsgespräche wird Ihr Lebenslauf Aufhänger und Ausgangspunkt für den Interviewer sein. Zu jedem einzelnen Punkt sollten Sie daher etwas – wenn möglich Spannendes – berichten können. Nur äußerst selten kommt es in Bewerbungsgesprächen zu prüfungsähnlichen Situationen, in denen der Interviewer Sie auf Ihre fachlichen Fähigkeiten, Ihre Spontaneität oder Ihre Kreativität testen möchte. In manchen Fällen haben uns allerdings Bewerber berichtet, dass es in Bewerbungsinterviews doch auch zu kniffligen Fragen (sog. Stressfragen) kommt. Möchten Sie daher auf Nummer sicher gehen, sollten Sie sich Antworten auf die folgenden (Klassiker-)Fragen überlegen:

•  Was sind Ihre Stärken, was sind Ihre Schwächen?
•  Warum sind Sie Jurist geworden? Ist Ihnen nichts Besseres eingefallen?
•  Nennen Sie fünf Eigenschaften, die einen guten Juristen oder Anwalt ausmachen. Belegen Sie diese
   Eigenschaften anhand Ihres Lebenslaufes.
•  Nennen Sie etwas aus Ihrem bisherigen Leben, worauf Sie stolz sind.
•  In welcher Situation haben Sie schon einmal Führungsverantwortung übernommen?
•  Inwiefern sind Sie bereit, für Ihren Beruf Abstriche bei Ihrem Privatleben zu machen?


Wesentlich häufiger als Stressfragen werden Ihnen allerdings die folgenden Fragen gestellt, die nicht darauf abzielen, Ihre Souveränität und Spontaneität im Umgang mit überraschenden Situationen zu testen, sondern tatsächlich ein konkretes Informationsziel verfolgen. Doch auch bei diesen Fragen kommt es auf eine überzeugende und prägnante Antwort an:

•  Haben Sie sich noch bei anderen Kanzleien beworben? Das ist keinesfalls eine Sünde; vielmehr wird Ihr Gesprächspartner damit rechnen. Daher können Sie die Frage ruhig ehrlich beantworten.

•  Wir würden Sie gerne bei uns willkommen heißen: Möchten Sie? Das Problem wird hierbei regelmäßig sein, dass Sie sich noch bei anderen Kanzleien beworben haben und Sie deren Reaktion noch abwarten möchten. Es empfiehlt sich dann der Satz: »Ich möchte mir noch ein paar Tage Bedenkzeit erbitten.« Zuvor sollten Sie aber zeigen, dass Sie sich über das unterbreitete Angebot freuen und dieses sehr interessant finden – schließlich hatten Sie sich ja für die Kanzlei beworben.

•  Haben Sie noch Fragen? Mit dieser Frage endet ein Großteil aller Bewerbungsgespräche. Sie sollten sich daher vor jedem Gespräch ein paar Fragen zurechtlegen, die Sie am Ende stellen können. Fragen sind jedoch kein Selbstzweck. Stellen Sie nur ernst gemeinte Fragen; lassen sie sich durch einen Blick auf die Homepage beantworten, zeugt dies eher von nachlässiger Vorbereitung auf das Gespräch.

Unterschätzen Sie schließlich nicht, dass sich nicht nur Sie bei der Kanzlei bewerben, sondern die Kanzlei auch großes Interesse hat, Sie als Berufsträger zu gewinnen. Bewerber, die fachlich und menschlich gleichermaßen kompetent sind und sich in die Kultur einer Kanzlei einfügen, gibt es relativ wenige. Wenn Sie dann noch die Anforderungen – Prädikatsexamina, Promotion und/oder LL.M. – erfüllen, gehören Sie zu einem sehr exklusiven Kreis und sind damit durchaus in der komfortablen Position, sich Ihren Arbeitgeber letztlich aussuchen zu können. Gehen Sie daher ruhig mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein in das Bewerbungsgespräch!

 

Bewerbungsmappe vs. Online-Bewerbung – Der optimale Weg

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, sich schriftlich bei einer Kanzlei zu bewerben: Die klassische Bewerbungsmappe auf dem Postweg und die Online-Bewerbung. Letztere erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Es kann nicht pauschal gesagt werden, welche Art der Bewerbung sinnvoller ist. Bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige sollten Sie darauf achten, ob in der Anzeige eine bestimmte Form der Bewerbung vorgegeben oder ob etwa nur eine Post- bzw. E-Mail-Adresse angegeben ist. Bei einer Initiativbewerbung können Sie der Homepage der Kanzlei Informationen über die gewünschte Form der Bewerbung entnehmen. Manche Kanzleien bieten sogar schon ein eigens erstelltes Online-Bewerbungsformular an. Enthält die Homepage keine Informationen über die Form der Bewerbung, so ist es Ihnen letztlich freigestellt, welche Möglichkeit Sie wählen.

Bewerbungsmappe: Entscheiden Sie sich für eine konventionelle Bewerbung auf dem Postweg, sollten die Unterlagen einen hochwertigen und ordentlichen Eindruck machen. Verwenden Sie gutes Papier (weiß, kein Umweltpapier, 90 oder 100 Gramm Papierstärke), das einseitig bedruckt wird, und eine handelsübliche Bewerbungsmappe. Schnellhefter wirken zum einen zu billig, zum anderen macht es einen schlechten Eindruck, wenn die Unterlagen gelocht sind. Gleiches gilt für Knicke, Risse und Flecken aller Art. Bei Personalern unbeliebt sind auch Klarsichthüllen, da es viel Zeit kostet, die einzelnen Dokumente zunächst aus der Hülle zu nehmen und dann wieder einzuordnen.

Online-Bewerbung: Bei der Online-Bewerbung empfiehlt es sich, wenn Sie aus Anschreiben und Lebenslauf im Word-Format und den eingescannten Zeugnissen ein einheitliches PDF-Dokument erstellen, sodass sich Ihre Bewerbung in einem Zug lesen lässt. Verfügen Sie privat nicht über ein Programm zur Erstellung von PDF-Dokumenten, kann Ihnen dabei jede Druckerei bzw. jeder Copyshop behilflich sein. Vergessen Sie nicht, Ihr Anschreiben auszudrucken, zu unterschreiben und wieder einzuscannen – es ist keineswegs möglich, auf eine handschriftliche Unterzeichnung zu verzichten! Hieraus ergibt sich bereits, dass das Anschreiben nicht in den E-Mail-Text selbst gehört. Die E-Mail sollte vielmehr lediglich einen Hinweis auf die Bewerbung enthalten und um eine kurze Eingangsbestätigung bitten.

Unser Tipp: Bitten Sie unabhängig von der Form Ihrer Bewerbung einen Freund oder ein Familienmitglied, das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf kritisch Korrektur zu lesen, denn kaum etwas ist peinlicher, als wenn sich in die Bewerbung formale Fehler einschleichen.

 

 

Die Bewerbungsunterlagen

Im Grundsatz sollten Sie bei einer schriftlichen Bewerbung die folgenden formalen und inhaltlichen Aspekte beachten.

Inhalt und Aufbau der Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung besteht grundsätzlich aus einem Bewerbungsanschreiben, das in einem kurzen Fließtext darlegt, wer Sie sind und welche Motivation Ihrer Bewerbung zugrunde liegt, einem tabellarischen Lebenslauf, der Ihre universitären und außeruniversitären Leistungen systematisch auflistet, einem in den Lebenslauf integrierten Foto sowie Ihren Zeugnissen in – ggf. beglaubigter – Kopie. Verbreitet ist es auch, der Bewerbung ein Deckblatt voranzustellen, auf dem Ihre Kontaktdaten vermerkt sind, sowie Ihr Foto. Bei einem Aufbau der Bewerbung ohne Deckblatt erscheint das Foto als Teil des Lebenslaufes. Ihre Kontaktdaten ergeben sich aus Ihrem Briefkopf und dem Lebenslauf. Ein Deckblatt ist daher nicht zwingend erforderlich.

Anschreiben

Absender und Adressat (Briefkopf): Das Anschreiben ist ein Geschäftsbrief und wie ein solcher aufzubauen. An oberster Stelle (egal ob links, zentriert oder rechts) steht Ihr Absender, bestehend aus Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Mit einem Abstand von zwei oder drei Leerzeilen folgen Name und Anschrift der Kanzlei, bei der Sie sich bewerben. Beachten Sie, dass zwischen Adresse bzw. Postfach der Kanzlei und Postleitzahl und Ort eine Leerzeile stehen muss. Vergessen Sie schließlich Ort und Datum nicht. Diese stehen entweder auf gleicher Höhe wie Ihr Name oder rechtsbündig oberhalb der Betreffzeile. Die Betreffzeile kommt heutzutage übrigens ohne die Worte »Betreff« oder »Bezug« aus und ist halbfett gedruckt. Ein Musterbriefkopf inklusive Betreffzeile könnte etwa wie auf der folgenden Seite aussehen:

Anrede: Das eigentliche Anschreiben beginnt mit der Anrede des Adressaten. Informieren Sie sich zunächst telefonisch oder auf der Homepage der Kanzlei, wer der richtige Adressat für Ihre Bewerbung ist. Eine Bewerbung, die von vornherein an den richtigen Ansprechpartner gerichtet ist, macht immer einen besseren Eindruck als eine allgemein gehaltene Bewerbung mit der Anrede »Sehr geehrte Damen und Herren«. Verfügt Ihr Ansprechpartner über einen Doktor- oder gar einen Professorentitel, so wird der Titel in die Anrede aufgenommen und diesem ein »Herr« oder »Frau« vorangestellt. Bei (Honorar-)Professoren entfällt der Doktortitel in der Anrede; »Professor« wird nicht abgekürzt, sondern ausgeschrieben (»Sehr geehrte Frau Dr. Musterfrau« bzw. »Sehr geehrter Herr Professor Mustermann«). Informieren Sie sich daher unbedingt, welche akademischen Titel Ihr Adressat trägt. Mastertitel wie der LL.M. werden nicht in die Anrede mit aufgenommen.

Einleitungssatz: Bereits aus dem ersten Satz Ihres Anschreibens muss unmissverständlich hervorgehen, wofür genau und für welchen Zeitraum Sie sich bewerben. Grundsätzlich sollten Sie angeben, für welchen Fachbereich und welchen Standort der Kanzlei Sie sich bewerben. Denkbar, wenngleich eher selten, ist es auch, dass Sie sich um eine Stelle im Team eines bestimmten Partners bewerben, dessen Tätigkeit Sie besonders interessiert oder der Ihnen von Bekannten empfohlen wurde. Bei Referendaren will Ihr Adressat wissen, ob Sie sich für die Anwalts- oder die Wahlstation bewerben. Wenn Sie sich um ein Praktikum bewerben, beachten Sie, dass viele Kanzleien mehrmals im Jahr feste Praktikantenprogramme anbieten. Wenn Sie sich für ein solches Programm bewerben, machen Sie dies deutlich, ebenso wenn sie sich für ein Praktikum außerhalb eines solchen Programms interessieren.

Hatten Sie bereits telefonischen Kontakt zu einem Partner der Kanzlei oder haben Sie bereits auf einer Messe oder anderweitigen Recruiting-Veranstaltung mit einem Anwalt oder Personaler der Kanzlei gesprochen, so nehmen Sie in dem Einleitungssatz hierauf Bezug, damit auch der Adressat Ihrer Bewerbung weiß, dass Sie bereits in Austausch mit der Kanzlei stehen, und sich ggf. an Sie erinnert.

Ihre Person und Motivation: Das Anschreiben soll die Kanzlei, bei der Sie sich bewerben, in einem kurzen Fließtext über Ihre Person und die Motivation Ihrer Bewerbung informieren. Hinsichtlich Ihrer Person können Sie dabei verschiedene Aspekte in den Vordergrund stellen: Ihren derzeitigen Ausbildungsstand, Ihren juristischen Schwerpunkt, Ihre fachlichen Vorkenntnisse, Ihre Praktika/Stationen in anderen Kanzleien, Tätigkeiten an Lehrstühlen oder außeruniversitäre Aktivitäten wie soziales Engagement oder womöglich außergewöhnliche sportliche Leistungen. Es bleibt Ihnen überlassen, welchen Ausschnitt Ihrer Vita Sie bereits in dem Anschreiben hervorheben möchten. Bedenken Sie jedenfalls, dass die Kanzleien Ihren Examensergebnissen und anderen fachlichen Qualifikationen zwar eine hohe Bedeutung beimessen werden, diese allerdings noch nichts über Ihre Persönlichkeit aussagen. Eine starke Persönlichkeit ist aber Voraussetzung dafür, dass Sie Mandanten an Ihre Kanzlei binden können und damit zum langfristigen Erfolg der Kanzlei beitragen. Sie sollten das Anschreiben daher dazu nutzen, sich von anderen Bewerbern abzuheben und das Interesse der Kanzlei an Ihrer Person zu wecken. Nichtssagende Standardfloskeln sind daher ein Tabu.

Ideal ist es zudem, wenn Sie aus Ihren bislang erbrachten Leistungen und Ihren gesammelten Erfahrungen direkt die Ihrer Bewerbung zugrunde liegende Motivation herleiten können. Wenn Sie sich beispielsweise für die Anwaltsstation im Bereich Corporate/M&A bei einer führenden Großkanzlei bewerben und Sie während des Studiums an einem gesellschaftsrechtlich ausgerichteten Lehrstuhl als studentische Hilfskraft gearbeitet haben, mehrere Praktika in diesem Bereich vorweisen können oder eine Dissertation über ein Thema aus dem Gesellschaftsrecht verfasst haben, wird es Ihnen keine Probleme bereiten, die Gründe Ihrer Bewerbung darzulegen. Sollten Sie keinerlei Vorkenntnisse mitbringen, macht Sie dies allerdings aus Sicht der Kanzleien nicht zu einem uninteressanten Bewerber. Sie sollten in diesem Falle aber offensiv mit der Situation umgehen und auf Ihre fehlenden Kenntnisse in dem Fachbereich, für den Sie sich bewerben, hinweisen. Denn es ist für die Kollegen, mit denen Sie zusammenarbeiten, sehr hilfreich, im Vorfeld zu wissen, in welchem Maße Sie auf »Training on the job« angewiesen sind. So vermeiden Sie, dass unrealistische Erwartungen an Sie gestellt werden. Gerade in den rechtlichen Gebieten, die nicht Gegenstand der universitären Ausbildung sind, verlangen die Kanzleien ohnehin keine Vorkenntnisse. 

Das Formulierungsbeispiel zeigt, dass Sie, auch wenn Sie aufgrund Ihres universitären Schwerpunktbereichs oder einschlägiger Praktika keinen besonderen Bezug zu einem Fachbereich im Besonderen oder zur Arbeit eines Wirtschaftsanwalts im Allgemeinen haben, in dem Anschreiben doch einen Grund nennen sollten, weswegen Sie sich nun gerade für diese konkrete Tätigkeit bewerben. Denn damit zeigen Sie der Kanzlei, dass Sie mit Ihrer Bewerbung nicht beliebig und planlos vorgehen, sondern dass Sie bestimmte Interessen haben und sich im Vorfeld der Bewerbung über die Fachbereiche informiert haben. Freilich kommt es sehr oft vor, dass sich gerade Referendare und Praktikanten ohne fachliche Präferenz bei einer Kanzlei bewerben. Daran wird die Bewerbung in der Regel auch nicht scheitern. Es kann aber dann passieren, dass Sie einem Fachbereich zugeordnet werden, der Sie überhaupt nicht interessiert. Sie sollten sich daher über die einzelnen Fachbereiche in der Großkanzlei, den Arbeitsalltag eines Junganwalts in diesem Fachbereich und den genauen Gegenstand der rechtlichen Beratung informieren.

Vielfach wird in allgemeinen Bewerbungsratgebern empfohlen zu begründen, weshalb Sie sich bei einem bestimmten Arbeitgeber bewerben. Natürlich müssen Sie Ihr Anschreiben für jede Bewerbung einzeln anpassen. Gerade wenn Sie also bereits einen wie auch immer gearteten Bezug zu einer Großkanzlei haben, etwa durch frühere Workshops, Praktika oder Gespräche mit Mitarbeitern bei Recruiting-Veranstaltungen, sollten Sie hierauf in dem Anschreiben unbedingt hinweisen. Der Bezug kann dabei auch noch so mittelbar sein, etwa dass Sie eine bestimmte Anwaltspersönlichkeit im Rahmen eines Vortrags besonders beeindruckt hat, dass Sie von einem besonders spannenden Mandat der Kanzlei in den Medien gehört haben oder dass Sie von Fachpublikationen eines Anwalts der Kanzlei angetan waren. Durch derartige Angaben in Ihrem Anschreiben zeigen Sie der Kanzlei, dass Sie sich informiert haben und Ihre Bewerbung nicht willkürlich ist. Wichtig ist allerdings, dass Ihr geschilderter Bezug zu der jeweiligen Kanzlei authentisch und nicht konstruiert wirkt. Besser ist es dann, auf eine Begründung für die Wahl gerade dieser Kanzlei gänzlich zu verzichten. Auch pauschale Loblieder à la »da Sie im Bereich Corporate/M&A führend sind« wirken wenig glaubwürdig. Wenn Sie nicht eindeutige und nachvollziehbare Gründe für eine bestimmte Kanzlei haben, sollten Sie es bei der Aussage belassen, dass Sie sich für die Tätigkeit eines Wirtschaftsanwalts in dem gewünschten Fachbereich interessieren. Dies können Sie dann wiederum unabhängig von der jeweiligen Kanzlei begründen.

Schluss: Das Anschreiben sollte schließen mit einem Hinweis auf die Anlagen und dem Angebot, bei Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Es endet mit der Grußformel »Mit freundlichen Grüßen« (wonach kein Komma steht!) und Ihrer Unterschrift.

Tabellarischer Lebenslauf

Der Lebenslauf beginnt mit einer Überschrift (»Lebenslauf« oder »Curriculum Vitae«), den Daten zu Ihrer Person, d.h. zumindest Ihrem Namen und Vornamen (inkl. akademischer Titel), Ihrer postalischen Adresse, Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer Telefonnummer sowie einem integrierten Bewerbungsfoto. Des Weiteren können bei den persönlichen Daten auch das Geburtsdatum, der Geburtsort, der Familienstand oder die Staatsangehörigkeit genannt werden.

Bei dem Aufbau Ihres tabellarischen Lebenslaufes haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie gliedern chronologisch oder funktional nach Blöcken, wobei sich innerhalb der einzelnen Blöcke die Angaben wiederum chronologisch gliedern lassen. Bei einer chronologischen Gliederung können Sie sowohl historisch vorgehen (also von der Grundschule bis zum Examen) als auch rückwärts (also von den Examina zur Grundschule). Eine Gliederung nach Blöcken – z.B. Ausbildung, Berufstätigkeit, Engagement und Interessen – ist im angloamerikanischen Raum eher verbreitet als in Deutschland. Bei Berufseinsteigern, die im Allgemeinen außerhalb ihrer Ausbildung noch nicht so viel erlebt haben, bietet sich eher eine chronologische Gliederung an. Der Lebenslauf sollte zwei DIN A4-Seiten nicht überschreiten und ist in jedem Falle tabellarisch zu erstellen, am besten mit jeweils zwei Spalten (»wann?« / «was?«):

Im Folgenden werden wir einige wichtige Einzelfragen zur inhaltlichen Gestaltung des tabellarischen Lebenslaufes aufgreifen, die von den Teilnehmern einer squeaker.net-Umfrage besonders häufig gestellt wurden.

Umgang mit Examensnoten unter 9 Punkten: Das »doppelte VB« stellt in konjunkturell normalen Zeiten kein zwingendes Einstellungskriterium auch in den führenden Großkanzleien dar. Gleichwohl sind die in Ihren Examina erzielten Punkte der wichtigste Bestandteil Ihres Lebenslaufes. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Ihre Examensnoten den Anforderungen der Kanzlei genügen, bei der Sie sich bewerben, sollten Sie dennoch in keinem Falle versuchen, die Noten zu kaschieren, indem Sie beispielsweise bei einer Note von 7,5 Punkten im ersten Examen in Ihrem Lebenslauf die Note lediglich mit »befriedigend« angeben. Wenn sich die genaue Punktzahl dann erst der Kopie des Examenszeugnisses irgendwo am Ende der Bewerbungsunterlagen entnehmen lässt, sorgt dies zum einen für einen unnötigen Mehraufwand – die Durchsicht Ihrer Bewerbungsunterlagen soll keine »Schnitzeljagd« für die Kanzleien werden – zum anderen hinterlassen Sie den für Sie ungünstigen Eindruck, dass Sie in der Examensnote eine Schwäche sehen würden. Es führt daher kein Weg daran vorbei, im Lebenslauf die in den Examina erreichten Punkte anzugeben.

Das Zuschicken nur »ausgewählter« Scheine: Wenn Sie noch Student sind, können Sie nur mit Ihren im Studium erworbenen Scheinen Leistungsnachweise erbringen. Sind nicht alle Scheine auf einem gleich hohen Notenniveau, könnten Bewerber auf den Gedanken kommen, nur die besseren Scheine anzugeben. Unterschätzen Sie nicht die Kenntnisse der Personalabteilungen über den Ablauf Ihres Studiums und die zu erbringenden Leistungen. Personaler berichten uns immer wieder, dass manche studentischen Bewerber offensichtlich nicht alle Scheine im Lebenslauf angeben. Das macht einen sehr schlechten Eindruck und wird in der Mehrzahl der Fälle durchschaut.

Soziales Engagement: Viele Kanzleien bringen in ihren Profilen und Anzeigen zum Ausdruck, außeruniversitäres Engagement von Bewerbern zu schätzen. Interessant an derartigem Engagement ist dabei zum einen der soziale Gehalt einer Tätigkeit, soweit er Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit zulässt, zum anderen die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Wer etwa ehrenamtlich als Fußballtrainer gearbeitet hat, stellt damit unter Beweis, dass er ein Team führen kann und damit über eine für Wirtschaftsanwälte wesentliche Schlüsselqualifikation verfügt. Gleiches gilt für eine Tätigkeit als Schulsprecher o. Ä. Daher sollten Sie derartige Qualifikationen in Ihrer Bewerbung unbedingt angeben, wohingegen die bloße Mitgliedschaft in einem Verein weniger aussagekräftig ist. Auch sie kann aber die Vielseitigkeit der Interessen und des geistigen Horizonts eines Bewerbers dokumentieren und damit einen positiven Eindruck hinterlassen.

Sprachen: Prahlen Sie in keinem Falle mit Sprachkenntnissen, über die Sie nicht verfügen, vor allem dann nicht, wenn es in Ihrem Lebenslauf keine Stütze für die angegebenen Sprachkenntnisse gibt. Gerade bei der englischen Sprache, die in den meisten Großkanzleien eine unabdingbare Voraussetzung für die juristische Arbeit darstellt, müssen Sie – auch wenn dies sicher nicht die Regel ist – immer darauf gefasst sein, dass Sie im Bewerbungsgespräch in einen englischsprachigen Dialog verwickelt werden. Lassen Sie sich aber nicht beunruhigen: Die Kanzleien wissen ganz genau, dass gerade das entscheidende Legal English nur »on the job« erlernt wird. Sie werden daher anfangs keinen übermäßigen Erwartungen ausgesetzt sein.

Hobbies: Hobbies sind im Regelfall für die Kanzleien weder aufschlussreich noch überprüfbar – die meisten Bewerber geben hier etwas Kulturelles (Literatur, Kunst, Musik) und ein oder zwei Sportarten (typischerweise Fußball, Tennis) an. Eher selten – und mit Blick auf das hohe Verletzungsrisiko und dadurch bedingten Arbeitsausfall auch nicht unbedingt positiv – sind Extremsportarten wie etwa Bungee-Jumping. Wenn Sie Hobbies angeben, sollten diese möglichst konkret sein, also nicht: »Lesen« und »Reisen«, sondern besser: »Historische Romane« und »Südostasien-Reisen«.

Außergewöhnliches: Interesse an Ihrer Person können Sie, neben der zuvor genannten Darstellung von sozialem Engagement oder Hobbies, etwa auch dadurch wecken, dass Sie eine außergewöhnliche Tätigkeit ausüben. Als Beispiel sei hier ein Bewerber genannt, der tatsächlich nebenberuflich als Schokoladentester arbeitete. Solche außergewöhnlichen Facetten sollten Sie unbedingt in Ihren Lebenslauf aufnehmen. So schaffen Sie die Voraussetzungen für einen persönlichen und lockeren Einstieg in ein nachfolgendes Bewerbungsgespräch. Wenn Sie dazu noch eine spannende Geschichte erzählen können, wird in einem solchen Gespräch bereits innerhalb kürzester Zeit das Eis gebrochen sein.

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto hat enormen Einfluss auf den ersten Eindruck, den der Adressat Ihrer Bewerbung von Ihnen erhält. Daher empfiehlt es sich unbedingt, professionelle Bewerbungsfotos bei einem Fotografen anfertigen zu lassen, auch wenn dies mit bis zu 50 Euro deutlich teurer ist als Passfotos aus dem Bahnhofsautomaten. Auf dem Foto sollten Sie vor allem sympathisch und vertrauenswürdig aussehen. Am Tag des Fotografentermins kleiden Sie sich so, wie Sie sich auch bei einem Bewerbungsgespräch kleiden würden – (dunkler) Anzug bzw. Kostüm, (weißes) Hemd bzw. Bluse und Krawatte sind ein Muss.
Lassen Sie von dem Bewerbungsfoto mehrere Abzüge im Format 5,5 x 4 cm oder etwas größer anfertigen. Kleben Sie das Foto mit einem Klebepunkt rechts oben in Ihren Lebenslauf. Aus dieser Position ergibt sich, dass Sie auf dem Foto am besten leicht nach links schauen sollten (aus der Perspektive des Betrachters gesehen). Sinnvoll ist es ferner, auf der Rückseite des Fotos Ihren Namen zu vermerken. So kann das Foto, falls es sich löst, ohne Weiteres Ihrer Bewerbung zugeordnet werden.

Belege und Zeugnisse

Schließlich stellt sich die Frage, welche Zeugnisse und Unterlagen Sie einreichen sollten. In jedem Falle gehören zu einer Bewerbung (nicht notwendigerweise beglaubigte) Kopien Ihrer Examenszeugnisse, ggf. auch Übungs- und Seminarscheine (s. o.). Schließlich müssen Sie Ihr Abiturzeugnis einreichen; insbesondere die Noten in Deutsch und Englisch sind für viele Personalabteilungen durchaus interessant. Ihre Zeugnisse sollten Sie chronologisch in umgekehrter Reihenfolge einreichen, d.h. Sie beginnen mit dem Zeugnis des letzten Examens und enden mit dem Abiturzeugnis. Erst danach kommen Zeugnisse und Bescheinigungen über Praktika oder studienbegleitende Nebentätigkeiten, etwa als wissenschaftliche Hilfskraft.

 

 

Im Vorfeld der Bewerbung – Gut vorbereitet sein

Der Bewerbungsprozess beginnt nicht erst mit dem Versand der schriftlichen Bewerbung, sondern lange zuvor. Eine gelungene Bewerbung setzt voraus, dass Sie sich frühzeitig umfassend über potenzielle Arbeitgeber informieren. Nutzen Sie etwa die Internetauftritte der Kanzleien, um sich ein Bild davon zu machen, wodurch sich die verschiedenen Firmen unterscheiden. Eine sehr gute Möglichkeit, innerhalb einer kurzen Zeit mehrere Kanzleien ein wenig kennen zu lernen, bieten auch regelmäßig und deutschlandweit stattfindende Jobmessen. Beantworten Sie für sich selbst die folgenden Fragen:

•     Wo möchten Sie hin? Hierbei kann etwa eine Rolle spielen, ob Sie sich eher von einer deutschen, einer britischen oder einer US-amerikanischen Kanzlei angezogen fühlen, ob Sie ein Büro mit vielen (über 50) Berufsträgern oder ein kleines Büro bevorzugen oder welche Standorte für Sie attraktiv sind. Lassen Sie sich bei Ihrer Wahl nicht nur von harten Fakten leiten, sondern vertrauen Sie auch einmal Ihrem Bauchgefühl.

•     Passen Sie in das Anforderungsprofil der Kanzlei? Nicht alle Kanzleien stellen gleich strenge Anforderungen an Examensergebnisse oder weitere Qualifikationen. Lassen Sie sich nicht von standardmäßigen Formulierungen in Kanzleianzeigen oder auf den Kanzlei-Webseiten abschrecken, die regelmäßig zwei Prädikatsexamina, am besten zuzüglich Promotion und LL.M., verlangen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kanzleien an diesen Anforderungen nicht durchgehend festhalten können, wenn sie ihren Rekrutierungsbedarf decken wollen.

•     Wann muss ich initiativ werden? Den »falschen« Zeitpunkt für Ihre Bewerbung gibt es ebenso wenig wie den »optimalen« Zeitpunkt. Kanzleien sind immer auf der Suche nach qualifizierten Bewerbern und grundsätzlich auch immer bereit, vielversprechende Berufseinsteiger einzustellen. Gleichwohl ist es nicht unüblich, dass Kanzleien konkrete Stellen ausschreiben, wenn sie besonderen Rekrutierungsbedarf für einen bestimmten Fachbereich oder einen bestimmten Standort haben. Das bedeutet, dass Ihnen sowohl die Möglichkeit einer Initiativbewerbung offen steht als auch die der Reaktion auf eine Stellenausschreibung.


25. Juni 2010

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Das Bewerbungsgespräch – Gut ankommen

Die vorstehenden Ausführungen zur Bewerbung gelten für Berufseinsteiger, Referendare und Praktikanten gleichermaßen. Bei Praktikanten erschöpft sich in aller Regel der Bewerbungsprozess in einem solchen Anschreiben. Oft werden Sie schon nach wenigen Tagen einen Brief erhalten, in dem Ihnen eine Praktikantenstelle angeboten wird. Sofern die Kanzlei keine Angaben zur Vergütung macht, fragen Sie nach. Ein Angebot von weniger als 500 Euro für ein vierwöchiges Praktikum sollten Sie nur dann annehmen, wenn Sie – entweder aufgrund Ihrer (noch) eher geringen Qualifikation oder aber aufgrund ihres Interesses an einer bestimmten Kanzlei – keine Alternativen sehen.

Anders sieht es hingegen bei Anwälten und Referendaren aus. Hier werden Sie als Reaktion auf Ihre Bewerbung in der Regel eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bekommen, wobei dies von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich ausgestaltet ist. Während teilweise nur ein Gespräch mit einem Partner der Kanzlei vorgesehen ist, werden Sie sich in anderen Kanzleien dem Team vorstellen, in dem Sie arbeiten werden.

Verhaltensempfehlungen für ein Bewerbungsgespräch wird man kaum geben können. Allgemein gilt: Bemühen Sie sich in besonderem Maße um ein professionelles und seriöses, aber gleichzeitig freundliches und nicht verkrampftes Auftreten und überlegen Sie sich bereits im Vorfeld eine gute Antwort auf die Frage, warum Sie gerade in dieser Kanzlei arbeiten möchten und warum Sie sich gerade für ein bestimmtes Fachgebiet bewerben. Ferner ist es sehr sinnvoll, sich auf der Homepage der Kanzlei über die Mandantschaft und auch die Entwicklung der Kanzlei zu informieren; besonders interessant können dabei die Pressemitteilungen der Kanzlei sein. Hilfreich ist es auch, bereits im Vorfeld der Bewerbung informellen Kontakt zu Mitarbeitern der Kanzlei gehabt zu haben, etwa auf Recruiting-Messen, auf Onlineplattformen wie squeaker.net oder im sonstigen Bekanntenkreis; sie können Ihnen zum einen bei der Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch helfen oder Sie können hierauf Bezug nehmen. Ansonsten – so »abgedroschen« dieser Rat auch klingen mag – seien Sie authentisch: Es wird langfristig weder Ihnen noch der Kanzlei etwas bringen, wenn Sie im Bewerbungsgespräch jemanden spielen, der Sie nicht sind. Vermeiden Sie schließlich jede Form von negativen Äußerungen über andere Personen oder Kanzleien – das fällt sehr schnell auf Sie zurück.

Bereiten Sie sich im Übrigen auch auf das Bewerbungsgespräch vor, indem Sie sich Ihren eigenen Lebenslauf nochmals vergegenwärtigen. In der absoluten Mehrzahl aller Bewerbungsgespräche wird Ihr Lebenslauf Aufhänger und Ausgangspunkt für den Interviewer sein. Zu jedem einzelnen Punkt sollten Sie daher etwas – wenn möglich Spannendes – berichten können. Nur äußerst selten kommt es in Bewerbungsgesprächen zu prüfungsähnlichen Situationen, in denen der Interviewer Sie auf Ihre fachlichen Fähigkeiten, Ihre Spontaneität oder Ihre Kreativität testen möchte. In manchen Fällen haben uns allerdings Bewerber berichtet, dass es in Bewerbungsinterviews doch auch zu kniffligen Fragen (sog. Stressfragen) kommt. Möchten Sie daher auf Nummer sicher gehen, sollten Sie sich Antworten auf die folgenden (Klassiker-)Fragen überlegen:

•  Was sind Ihre Stärken, was sind Ihre Schwächen?
•  Warum sind Sie Jurist geworden? Ist Ihnen nichts Besseres eingefallen?
•  Nennen Sie fünf Eigenschaften, die einen guten Juristen oder Anwalt ausmachen. Belegen Sie diese
   Eigenschaften anhand Ihres Lebenslaufes.
•  Nennen Sie etwas aus Ihrem bisherigen Leben, worauf Sie stolz sind.
•  In welcher Situation haben Sie schon einmal Führungsverantwortung übernommen?
•  Inwiefern sind Sie bereit, für Ihren Beruf Abstriche bei Ihrem Privatleben zu machen?


Wesentlich häufiger als Stressfragen werden Ihnen allerdings die folgenden Fragen gestellt, die nicht darauf abzielen, Ihre Souveränität und Spontaneität im Umgang mit überraschenden Situationen zu testen, sondern tatsächlich ein konkretes Informationsziel verfolgen. Doch auch bei diesen Fragen kommt es auf eine überzeugende und prägnante Antwort an:

•  Haben Sie sich noch bei anderen Kanzleien beworben? Das ist keinesfalls eine Sünde; vielmehr wird Ihr Gesprächspartner damit rechnen. Daher können Sie die Frage ruhig ehrlich beantworten.

•  Wir würden Sie gerne bei uns willkommen heißen: Möchten Sie? Das Problem wird hierbei regelmäßig sein, dass Sie sich noch bei anderen Kanzleien beworben haben und Sie deren Reaktion noch abwarten möchten. Es empfiehlt sich dann der Satz: »Ich möchte mir noch ein paar Tage Bedenkzeit erbitten.« Zuvor sollten Sie aber zeigen, dass Sie sich über das unterbreitete Angebot freuen und dieses sehr interessant finden – schließlich hatten Sie sich ja für die Kanzlei beworben.

•  Haben Sie noch Fragen? Mit dieser Frage endet ein Großteil aller Bewerbungsgespräche. Sie sollten sich daher vor jedem Gespräch ein paar Fragen zurechtlegen, die Sie am Ende stellen können. Fragen sind jedoch kein Selbstzweck. Stellen Sie nur ernst gemeinte Fragen; lassen sie sich durch einen Blick auf die Homepage beantworten, zeugt dies eher von nachlässiger Vorbereitung auf das Gespräch.

Unterschätzen Sie schließlich nicht, dass sich nicht nur Sie bei der Kanzlei bewerben, sondern die Kanzlei auch großes Interesse hat, Sie als Berufsträger zu gewinnen. Bewerber, die fachlich und menschlich gleichermaßen kompetent sind und sich in die Kultur einer Kanzlei einfügen, gibt es relativ wenige. Wenn Sie dann noch die Anforderungen – Prädikatsexamina, Promotion und/oder LL.M. – erfüllen, gehören Sie zu einem sehr exklusiven Kreis und sind damit durchaus in der komfortablen Position, sich Ihren Arbeitgeber letztlich aussuchen zu können. Gehen Sie daher ruhig mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein in das Bewerbungsgespräch!


25. Juni 2010

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Bewerbungsmappe vs. Online-Bewerbung – Der optimale Weg

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, sich schriftlich bei einer Kanzlei zu bewerben: Die klassische Bewerbungsmappe auf dem Postweg und die Online-Bewerbung. Letztere erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Es kann nicht pauschal gesagt werden, welche Art der Bewerbung sinnvoller ist. Bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige sollten Sie darauf achten, ob in der Anzeige eine bestimmte Form der Bewerbung vorgegeben oder ob etwa nur eine Post- bzw. E-Mail-Adresse angegeben ist. Bei einer Initiativbewerbung können Sie der Homepage der Kanzlei Informationen über die gewünschte Form der Bewerbung entnehmen. Manche Kanzleien bieten sogar schon ein eigens erstelltes Online-Bewerbungsformular an. Enthält die Homepage keine Informationen über die Form der Bewerbung, so ist es Ihnen letztlich freigestellt, welche Möglichkeit Sie wählen.

Bewerbungsmappe: Entscheiden Sie sich für eine konventionelle Bewerbung auf dem Postweg, sollten die Unterlagen einen hochwertigen und ordentlichen Eindruck machen. Verwenden Sie gutes Papier (weiß, kein Umweltpapier, 90 oder 100 Gramm Papierstärke), das einseitig bedruckt wird, und eine handelsübliche Bewerbungsmappe. Schnellhefter wirken zum einen zu billig, zum anderen macht es einen schlechten Eindruck, wenn die Unterlagen gelocht sind. Gleiches gilt für Knicke, Risse und Flecken aller Art. Bei Personalern unbeliebt sind auch Klarsichthüllen, da es viel Zeit kostet, die einzelnen Dokumente zunächst aus der Hülle zu nehmen und dann wieder einzuordnen.

Online-Bewerbung: Bei der Online-Bewerbung empfiehlt es sich, wenn Sie aus Anschreiben und Lebenslauf im Word-Format und den eingescannten Zeugnissen ein einheitliches PDF-Dokument erstellen, sodass sich Ihre Bewerbung in einem Zug lesen lässt. Verfügen Sie privat nicht über ein Programm zur Erstellung von PDF-Dokumenten, kann Ihnen dabei jede Druckerei bzw. jeder Copyshop behilflich sein. Vergessen Sie nicht, Ihr Anschreiben auszudrucken, zu unterschreiben und wieder einzuscannen – es ist keineswegs möglich, auf eine handschriftliche Unterzeichnung zu verzichten! Hieraus ergibt sich bereits, dass das Anschreiben nicht in den E-Mail-Text selbst gehört. Die E-Mail sollte vielmehr lediglich einen Hinweis auf die Bewerbung enthalten und um eine kurze Eingangsbestätigung bitten.

Unser Tipp: Bitten Sie unabhängig von der Form Ihrer Bewerbung einen Freund oder ein Familienmitglied, das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf kritisch Korrektur zu lesen, denn kaum etwas ist peinlicher, als wenn sich in die Bewerbung formale Fehler einschleichen.
 


25. Juni 2010

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen

Im Grundsatz sollten Sie bei einer schriftlichen Bewerbung die folgenden formalen und inhaltlichen Aspekte beachten.

Inhalt und Aufbau der Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung besteht grundsätzlich aus einem Bewerbungsanschreiben, das in einem kurzen Fließtext darlegt, wer Sie sind und welche Motivation Ihrer Bewerbung zugrunde liegt, einem tabellarischen Lebenslauf, der Ihre universitären und außeruniversitären Leistungen systematisch auflistet, einem in den Lebenslauf integrierten Foto sowie Ihren Zeugnissen in – ggf. beglaubigter – Kopie. Verbreitet ist es auch, der Bewerbung ein Deckblatt voranzustellen, auf dem Ihre Kontaktdaten vermerkt sind, sowie Ihr Foto. Bei einem Aufbau der Bewerbung ohne Deckblatt erscheint das Foto als Teil des Lebenslaufes. Ihre Kontaktdaten ergeben sich aus Ihrem Briefkopf und dem Lebenslauf. Ein Deckblatt ist daher nicht zwingend erforderlich.

Anschreiben

Absender und Adressat (Briefkopf): Das Anschreiben ist ein Geschäftsbrief und wie ein solcher aufzubauen. An oberster Stelle (egal ob links, zentriert oder rechts) steht Ihr Absender, bestehend aus Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Mit einem Abstand von zwei oder drei Leerzeilen folgen Name und Anschrift der Kanzlei, bei der Sie sich bewerben. Beachten Sie, dass zwischen Adresse bzw. Postfach der Kanzlei und Postleitzahl und Ort eine Leerzeile stehen muss. Vergessen Sie schließlich Ort und Datum nicht. Diese stehen entweder auf gleicher Höhe wie Ihr Name oder rechtsbündig oberhalb der Betreffzeile. Die Betreffzeile kommt heutzutage übrigens ohne die Worte »Betreff« oder »Bezug« aus und ist halbfett gedruckt. Ein Musterbriefkopf inklusive Betreffzeile könnte etwa wie auf der folgenden Seite aussehen:

Anrede: Das eigentliche Anschreiben beginnt mit der Anrede des Adressaten. Informieren Sie sich zunächst telefonisch oder auf der Homepage der Kanzlei, wer der richtige Adressat für Ihre Bewerbung ist. Eine Bewerbung, die von vornherein an den richtigen Ansprechpartner gerichtet ist, macht immer einen besseren Eindruck als eine allgemein gehaltene Bewerbung mit der Anrede »Sehr geehrte Damen und Herren«. Verfügt Ihr Ansprechpartner über einen Doktor- oder gar einen Professorentitel, so wird der Titel in die Anrede aufgenommen und diesem ein »Herr« oder »Frau« vorangestellt. Bei (Honorar-)Professoren entfällt der Doktortitel in der Anrede; »Professor« wird nicht abgekürzt, sondern ausgeschrieben (»Sehr geehrte Frau Dr. Musterfrau« bzw. »Sehr geehrter Herr Professor Mustermann«). Informieren Sie sich daher unbedingt, welche akademischen Titel Ihr Adressat trägt. Mastertitel wie der LL.M. werden nicht in die Anrede mit aufgenommen.

Einleitungssatz: Bereits aus dem ersten Satz Ihres Anschreibens muss unmissverständlich hervorgehen, wofür genau und für welchen Zeitraum Sie sich bewerben. Grundsätzlich sollten Sie angeben, für welchen Fachbereich und welchen Standort der Kanzlei Sie sich bewerben. Denkbar, wenngleich eher selten, ist es auch, dass Sie sich um eine Stelle im Team eines bestimmten Partners bewerben, dessen Tätigkeit Sie besonders interessiert oder der Ihnen von Bekannten empfohlen wurde. Bei Referendaren will Ihr Adressat wissen, ob Sie sich für die Anwalts- oder die Wahlstation bewerben. Wenn Sie sich um ein Praktikum bewerben, beachten Sie, dass viele Kanzleien mehrmals im Jahr feste Praktikantenprogramme anbieten. Wenn Sie sich für ein solches Programm bewerben, machen Sie dies deutlich, ebenso wenn sie sich für ein Praktikum außerhalb eines solchen Programms interessieren.

Hatten Sie bereits telefonischen Kontakt zu einem Partner der Kanzlei oder haben Sie bereits auf einer Messe oder anderweitigen Recruiting-Veranstaltung mit einem Anwalt oder Personaler der Kanzlei gesprochen, so nehmen Sie in dem Einleitungssatz hierauf Bezug, damit auch der Adressat Ihrer Bewerbung weiß, dass Sie bereits in Austausch mit der Kanzlei stehen, und sich ggf. an Sie erinnert.

Ihre Person und Motivation: Das Anschreiben soll die Kanzlei, bei der Sie sich bewerben, in einem kurzen Fließtext über Ihre Person und die Motivation Ihrer Bewerbung informieren. Hinsichtlich Ihrer Person können Sie dabei verschiedene Aspekte in den Vordergrund stellen: Ihren derzeitigen Ausbildungsstand, Ihren juristischen Schwerpunkt, Ihre fachlichen Vorkenntnisse, Ihre Praktika/Stationen in anderen Kanzleien, Tätigkeiten an Lehrstühlen oder außeruniversitäre Aktivitäten wie soziales Engagement oder womöglich außergewöhnliche sportliche Leistungen. Es bleibt Ihnen überlassen, welchen Ausschnitt Ihrer Vita Sie bereits in dem Anschreiben hervorheben möchten. Bedenken Sie jedenfalls, dass die Kanzleien Ihren Examensergebnissen und anderen fachlichen Qualifikationen zwar eine hohe Bedeutung beimessen werden, diese allerdings noch nichts über Ihre Persönlichkeit aussagen. Eine starke Persönlichkeit ist aber Voraussetzung dafür, dass Sie Mandanten an Ihre Kanzlei binden können und damit zum langfristigen Erfolg der Kanzlei beitragen. Sie sollten das Anschreiben daher dazu nutzen, sich von anderen Bewerbern abzuheben und das Interesse der Kanzlei an Ihrer Person zu wecken. Nichtssagende Standardfloskeln sind daher ein Tabu.

Ideal ist es zudem, wenn Sie aus Ihren bislang erbrachten Leistungen und Ihren gesammelten Erfahrungen direkt die Ihrer Bewerbung zugrunde liegende Motivation herleiten können. Wenn Sie sich beispielsweise für die Anwaltsstation im Bereich Corporate/M&A bei einer führenden Großkanzlei bewerben und Sie während des Studiums an einem gesellschaftsrechtlich ausgerichteten Lehrstuhl als studentische Hilfskraft gearbeitet haben, mehrere Praktika in diesem Bereich vorweisen können oder eine Dissertation über ein Thema aus dem Gesellschaftsrecht verfasst haben, wird es Ihnen keine Probleme bereiten, die Gründe Ihrer Bewerbung darzulegen. Sollten Sie keinerlei Vorkenntnisse mitbringen, macht Sie dies allerdings aus Sicht der Kanzleien nicht zu einem uninteressanten Bewerber. Sie sollten in diesem Falle aber offensiv mit der Situation umgehen und auf Ihre fehlenden Kenntnisse in dem Fachbereich, für den Sie sich bewerben, hinweisen. Denn es ist für die Kollegen, mit denen Sie zusammenarbeiten, sehr hilfreich, im Vorfeld zu wissen, in welchem Maße Sie auf »Training on the job« angewiesen sind. So vermeiden Sie, dass unrealistische Erwartungen an Sie gestellt werden. Gerade in den rechtlichen Gebieten, die nicht Gegenstand der universitären Ausbildung sind, verlangen die Kanzleien ohnehin keine Vorkenntnisse. 

Das Formulierungsbeispiel zeigt, dass Sie, auch wenn Sie aufgrund Ihres universitären Schwerpunktbereichs oder einschlägiger Praktika keinen besonderen Bezug zu einem Fachbereich im Besonderen oder zur Arbeit eines Wirtschaftsanwalts im Allgemeinen haben, in dem Anschreiben doch einen Grund nennen sollten, weswegen Sie sich nun gerade für diese konkrete Tätigkeit bewerben. Denn damit zeigen Sie der Kanzlei, dass Sie mit Ihrer Bewerbung nicht beliebig und planlos vorgehen, sondern dass Sie bestimmte Interessen haben und sich im Vorfeld der Bewerbung über die Fachbereiche informiert haben. Freilich kommt es sehr oft vor, dass sich gerade Referendare und Praktikanten ohne fachliche Präferenz bei einer Kanzlei bewerben. Daran wird die Bewerbung in der Regel auch nicht scheitern. Es kann aber dann passieren, dass Sie einem Fachbereich zugeordnet werden, der Sie überhaupt nicht interessiert. Sie sollten sich daher über die einzelnen Fachbereiche in der Großkanzlei, den Arbeitsalltag eines Junganwalts in diesem Fachbereich und den genauen Gegenstand der rechtlichen Beratung informieren.

Vielfach wird in allgemeinen Bewerbungsratgebern empfohlen zu begründen, weshalb Sie sich bei einem bestimmten Arbeitgeber bewerben. Natürlich müssen Sie Ihr Anschreiben für jede Bewerbung einzeln anpassen. Gerade wenn Sie also bereits einen wie auch immer gearteten Bezug zu einer Großkanzlei haben, etwa durch frühere Workshops, Praktika oder Gespräche mit Mitarbeitern bei Recruiting-Veranstaltungen, sollten Sie hierauf in dem Anschreiben unbedingt hinweisen. Der Bezug kann dabei auch noch so mittelbar sein, etwa dass Sie eine bestimmte Anwaltspersönlichkeit im Rahmen eines Vortrags besonders beeindruckt hat, dass Sie von einem besonders spannenden Mandat der Kanzlei in den Medien gehört haben oder dass Sie von Fachpublikationen eines Anwalts der Kanzlei angetan waren. Durch derartige Angaben in Ihrem Anschreiben zeigen Sie der Kanzlei, dass Sie sich informiert haben und Ihre Bewerbung nicht willkürlich ist. Wichtig ist allerdings, dass Ihr geschilderter Bezug zu der jeweiligen Kanzlei authentisch und nicht konstruiert wirkt. Besser ist es dann, auf eine Begründung für die Wahl gerade dieser Kanzlei gänzlich zu verzichten. Auch pauschale Loblieder à la »da Sie im Bereich Corporate/M&A führend sind« wirken wenig glaubwürdig. Wenn Sie nicht eindeutige und nachvollziehbare Gründe für eine bestimmte Kanzlei haben, sollten Sie es bei der Aussage belassen, dass Sie sich für die Tätigkeit eines Wirtschaftsanwalts in dem gewünschten Fachbereich interessieren. Dies können Sie dann wiederum unabhängig von der jeweiligen Kanzlei begründen.

Schluss: Das Anschreiben sollte schließen mit einem Hinweis auf die Anlagen und dem Angebot, bei Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Es endet mit der Grußformel »Mit freundlichen Grüßen« (wonach kein Komma steht!) und Ihrer Unterschrift.

Tabellarischer Lebenslauf

Der Lebenslauf beginnt mit einer Überschrift (»Lebenslauf« oder »Curriculum Vitae«), den Daten zu Ihrer Person, d.h. zumindest Ihrem Namen und Vornamen (inkl. akademischer Titel), Ihrer postalischen Adresse, Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer Telefonnummer sowie einem integrierten Bewerbungsfoto. Des Weiteren können bei den persönlichen Daten auch das Geburtsdatum, der Geburtsort, der Familienstand oder die Staatsangehörigkeit genannt werden.

Bei dem Aufbau Ihres tabellarischen Lebenslaufes haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie gliedern chronologisch oder funktional nach Blöcken, wobei sich innerhalb der einzelnen Blöcke die Angaben wiederum chronologisch gliedern lassen. Bei einer chronologischen Gliederung können Sie sowohl historisch vorgehen (also von der Grundschule bis zum Examen) als auch rückwärts (also von den Examina zur Grundschule). Eine Gliederung nach Blöcken – z.B. Ausbildung, Berufstätigkeit, Engagement und Interessen – ist im angloamerikanischen Raum eher verbreitet als in Deutschland. Bei Berufseinsteigern, die im Allgemeinen außerhalb ihrer Ausbildung noch nicht so viel erlebt haben, bietet sich eher eine chronologische Gliederung an. Der Lebenslauf sollte zwei DIN A4-Seiten nicht überschreiten und ist in jedem Falle tabellarisch zu erstellen, am besten mit jeweils zwei Spalten (»wann?« / «was?«):

Im Folgenden werden wir einige wichtige Einzelfragen zur inhaltlichen Gestaltung des tabellarischen Lebenslaufes aufgreifen, die von den Teilnehmern einer squeaker.net-Umfrage besonders häufig gestellt wurden.

Umgang mit Examensnoten unter 9 Punkten: Das »doppelte VB« stellt in konjunkturell normalen Zeiten kein zwingendes Einstellungskriterium auch in den führenden Großkanzleien dar. Gleichwohl sind die in Ihren Examina erzielten Punkte der wichtigste Bestandteil Ihres Lebenslaufes. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Ihre Examensnoten den Anforderungen der Kanzlei genügen, bei der Sie sich bewerben, sollten Sie dennoch in keinem Falle versuchen, die Noten zu kaschieren, indem Sie beispielsweise bei einer Note von 7,5 Punkten im ersten Examen in Ihrem Lebenslauf die Note lediglich mit »befriedigend« angeben. Wenn sich die genaue Punktzahl dann erst der Kopie des Examenszeugnisses irgendwo am Ende der Bewerbungsunterlagen entnehmen lässt, sorgt dies zum einen für einen unnötigen Mehraufwand – die Durchsicht Ihrer Bewerbungsunterlagen soll keine »Schnitzeljagd« für die Kanzleien werden – zum anderen hinterlassen Sie den für Sie ungünstigen Eindruck, dass Sie in der Examensnote eine Schwäche sehen würden. Es führt daher kein Weg daran vorbei, im Lebenslauf die in den Examina erreichten Punkte anzugeben.

Das Zuschicken nur »ausgewählter« Scheine: Wenn Sie noch Student sind, können Sie nur mit Ihren im Studium erworbenen Scheinen Leistungsnachweise erbringen. Sind nicht alle Scheine auf einem gleich hohen Notenniveau, könnten Bewerber auf den Gedanken kommen, nur die besseren Scheine anzugeben. Unterschätzen Sie nicht die Kenntnisse der Personalabteilungen über den Ablauf Ihres Studiums und die zu erbringenden Leistungen. Personaler berichten uns immer wieder, dass manche studentischen Bewerber offensichtlich nicht alle Scheine im Lebenslauf angeben. Das macht einen sehr schlechten Eindruck und wird in der Mehrzahl der Fälle durchschaut.

Soziales Engagement: Viele Kanzleien bringen in ihren Profilen und Anzeigen zum Ausdruck, außeruniversitäres Engagement von Bewerbern zu schätzen. Interessant an derartigem Engagement ist dabei zum einen der soziale Gehalt einer Tätigkeit, soweit er Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit zulässt, zum anderen die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Wer etwa ehrenamtlich als Fußballtrainer gearbeitet hat, stellt damit unter Beweis, dass er ein Team führen kann und damit über eine für Wirtschaftsanwälte wesentliche Schlüsselqualifikation verfügt. Gleiches gilt für eine Tätigkeit als Schulsprecher o. Ä. Daher sollten Sie derartige Qualifikationen in Ihrer Bewerbung unbedingt angeben, wohingegen die bloße Mitgliedschaft in einem Verein weniger aussagekräftig ist. Auch sie kann aber die Vielseitigkeit der Interessen und des geistigen Horizonts eines Bewerbers dokumentieren und damit einen positiven Eindruck hinterlassen.

Sprachen: Prahlen Sie in keinem Falle mit Sprachkenntnissen, über die Sie nicht verfügen, vor allem dann nicht, wenn es in Ihrem Lebenslauf keine Stütze für die angegebenen Sprachkenntnisse gibt. Gerade bei der englischen Sprache, die in den meisten Großkanzleien eine unabdingbare Voraussetzung für die juristische Arbeit darstellt, müssen Sie – auch wenn dies sicher nicht die Regel ist – immer darauf gefasst sein, dass Sie im Bewerbungsgespräch in einen englischsprachigen Dialog verwickelt werden. Lassen Sie sich aber nicht beunruhigen: Die Kanzleien wissen ganz genau, dass gerade das entscheidende Legal English nur »on the job« erlernt wird. Sie werden daher anfangs keinen übermäßigen Erwartungen ausgesetzt sein.

Hobbies: Hobbies sind im Regelfall für die Kanzleien weder aufschlussreich noch überprüfbar – die meisten Bewerber geben hier etwas Kulturelles (Literatur, Kunst, Musik) und ein oder zwei Sportarten (typischerweise Fußball, Tennis) an. Eher selten – und mit Blick auf das hohe Verletzungsrisiko und dadurch bedingten Arbeitsausfall auch nicht unbedingt positiv – sind Extremsportarten wie etwa Bungee-Jumping. Wenn Sie Hobbies angeben, sollten diese möglichst konkret sein, also nicht: »Lesen« und »Reisen«, sondern besser: »Historische Romane« und »Südostasien-Reisen«.

Außergewöhnliches: Interesse an Ihrer Person können Sie, neben der zuvor genannten Darstellung von sozialem Engagement oder Hobbies, etwa auch dadurch wecken, dass Sie eine außergewöhnliche Tätigkeit ausüben. Als Beispiel sei hier ein Bewerber genannt, der tatsächlich nebenberuflich als Schokoladentester arbeitete. Solche außergewöhnlichen Facetten sollten Sie unbedingt in Ihren Lebenslauf aufnehmen. So schaffen Sie die Voraussetzungen für einen persönlichen und lockeren Einstieg in ein nachfolgendes Bewerbungsgespräch. Wenn Sie dazu noch eine spannende Geschichte erzählen können, wird in einem solchen Gespräch bereits innerhalb kürzester Zeit das Eis gebrochen sein.

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto hat enormen Einfluss auf den ersten Eindruck, den der Adressat Ihrer Bewerbung von Ihnen erhält. Daher empfiehlt es sich unbedingt, professionelle Bewerbungsfotos bei einem Fotografen anfertigen zu lassen, auch wenn dies mit bis zu 50 Euro deutlich teurer ist als Passfotos aus dem Bahnhofsautomaten. Auf dem Foto sollten Sie vor allem sympathisch und vertrauenswürdig aussehen. Am Tag des Fotografentermins kleiden Sie sich so, wie Sie sich auch bei einem Bewerbungsgespräch kleiden würden – (dunkler) Anzug bzw. Kostüm, (weißes) Hemd bzw. Bluse und Krawatte sind ein Muss.
Lassen Sie von dem Bewerbungsfoto mehrere Abzüge im Format 5,5 x 4 cm oder etwas größer anfertigen. Kleben Sie das Foto mit einem Klebepunkt rechts oben in Ihren Lebenslauf. Aus dieser Position ergibt sich, dass Sie auf dem Foto am besten leicht nach links schauen sollten (aus der Perspektive des Betrachters gesehen). Sinnvoll ist es ferner, auf der Rückseite des Fotos Ihren Namen zu vermerken. So kann das Foto, falls es sich löst, ohne Weiteres Ihrer Bewerbung zugeordnet werden.

Belege und Zeugnisse

Schließlich stellt sich die Frage, welche Zeugnisse und Unterlagen Sie einreichen sollten. In jedem Falle gehören zu einer Bewerbung (nicht notwendigerweise beglaubigte) Kopien Ihrer Examenszeugnisse, ggf. auch Übungs- und Seminarscheine (s. o.). Schließlich müssen Sie Ihr Abiturzeugnis einreichen; insbesondere die Noten in Deutsch und Englisch sind für viele Personalabteilungen durchaus interessant. Ihre Zeugnisse sollten Sie chronologisch in umgekehrter Reihenfolge einreichen, d.h. Sie beginnen mit dem Zeugnis des letzten Examens und enden mit dem Abiturzeugnis. Erst danach kommen Zeugnisse und Bescheinigungen über Praktika oder studienbegleitende Nebentätigkeiten, etwa als wissenschaftliche Hilfskraft.


25. Juni 2010

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Im Vorfeld der Bewerbung – Gut vorbereitet sein

Der Bewerbungsprozess beginnt nicht erst mit dem Versand der schriftlichen Bewerbung, sondern lange zuvor. Eine gelungene Bewerbung setzt voraus, dass Sie sich frühzeitig umfassend über potenzielle Arbeitgeber informieren. Nutzen Sie etwa die Internetauftritte der Kanzleien, um sich ein Bild davon zu machen, wodurch sich die verschiedenen Firmen unterscheiden. Eine sehr gute Möglichkeit, innerhalb einer kurzen Zeit mehrere Kanzleien ein wenig kennen zu lernen, bieten auch regelmäßig und deutschlandweit stattfindende Jobmessen. Beantworten Sie für sich selbst die folgenden Fragen:

•     Wo möchten Sie hin? Hierbei kann etwa eine Rolle spielen, ob Sie sich eher von einer deutschen, einer britischen oder einer US-amerikanischen Kanzlei angezogen fühlen, ob Sie ein Büro mit vielen (über 50) Berufsträgern oder ein kleines Büro bevorzugen oder welche Standorte für Sie attraktiv sind. Lassen Sie sich bei Ihrer Wahl nicht nur von harten Fakten leiten, sondern vertrauen Sie auch einmal Ihrem Bauchgefühl.

•     Passen Sie in das Anforderungsprofil der Kanzlei? Nicht alle Kanzleien stellen gleich strenge Anforderungen an Examensergebnisse oder weitere Qualifikationen. Lassen Sie sich nicht von standardmäßigen Formulierungen in Kanzleianzeigen oder auf den Kanzlei-Webseiten abschrecken, die regelmäßig zwei Prädikatsexamina, am besten zuzüglich Promotion und LL.M., verlangen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kanzleien an diesen Anforderungen nicht durchgehend festhalten können, wenn sie ihren Rekrutierungsbedarf decken wollen.

•     Wann muss ich initiativ werden? Den »falschen« Zeitpunkt für Ihre Bewerbung gibt es ebenso wenig wie den »optimalen« Zeitpunkt. Kanzleien sind immer auf der Suche nach qualifizierten Bewerbern und grundsätzlich auch immer bereit, vielversprechende Berufseinsteiger einzustellen. Gleichwohl ist es nicht unüblich, dass Kanzleien konkrete Stellen ausschreiben, wenn sie besonderen Rekrutierungsbedarf für einen bestimmten Fachbereich oder einen bestimmten Standort haben. Das bedeutet, dass Ihnen sowohl die Möglichkeit einer Initiativbewerbung offen steht als auch die der Reaktion auf eine Stellenausschreibung.


28. Juni 2010

LegalCareers.de – Das juristische Karriereportal

Herzlich willkommen auf LegalCareers!

Seit Juni 2010 steht Teilnehmern des gesamten Rechtsmarktes mit LegalCareers ein neues juristisches Online-Karriereportal zur Verfügung.

Auf unserer Plattform werden zukünftig spezialisierte Stellen- und Fortbildungsangebote genauso präsentiert, wie ausführliche Kanzlei- und Unternehmensporträts und Tipps rund um das Thema juristische Karriereplanung. Da uns eine anwenderfreundliche Nutzung des Portals am Herzen liegt, haben wir besonderen Wert auf eine hohe Funktionalität bei einem gleichzeitig klaren Design gelegt.

Wir freuen uns darauf, unsere Plattform in den nächsten Wochen kontinuierlich um weitere spannende Angebote erweitern zu können und so mit unseren Kunden gemeinsam die nächste Stufe des juristischen Karrieremarktes zu definieren. 

Ihr LegalCareers-Team


01. März 2011

Lawyer Coaching

Was ist Coaching

Die englische Wortbedeutung Coach = Kutsche erklärt das Prinzip des Coaching treffend: Mit einem Transportmittel, einem Vehikel, ein Ziel erreichen. Darum geht es. Aus dem Zusammenhang des Spitzensports wurde der Begriff seit den 1980er Jahren auf Wirtschaftsunternehmen übertragen. Führungskräfte und Manager sollten mit einem erfahrenen Coach als Sparringspartner über ihre Person und ihre Rolle im beruflichen Zusammenhang reflektieren. Der Coach muss in diesem Fall nicht der bessere Fußballer, sondern ein kompetenter Fragesteller sein. Als eine Art Geburtshelfer bringt er Ideen und Gedanken zur Welt, die im Kunden gezeugt wurden. Denn nur Lösungen und Antworten, die der Kunde selber hervorbringt, sind für ihn glaubwürdig und umsetzbar. Der Coach begleitet diesen Prozess, er liefert keine Patentrezepte. Anders als bei therapeutischen Ansätzen geht es im Coaching um eine zeitlich eng befristete Begleitung, die streng lösungsorientiert und auf die Zukunft gerichtet ist.

Heute wird Coaching nicht nur von Führungskräften in Wirtschaft und Politik in Anspruch genommen, sondern von jedermann. Immer wenn sich berufliche Veränderungen ankündigen, wichtige Entscheidungen bevorstehen, Blockaden aufzulösen sind, Leistung optimiert werden soll, ist Coaching das Mittel der Wahl.

Aber Vorsicht: Coaching ist kein Reparaturbetrieb für kaputte Mitarbeiter und auch kein Zaubertrank, der magische Kräfte freisetzt. Freiwilligkeit ist neben Vertraulichkeit die zwingende Voraussetzung für den Erfolg. Mitarbeiter Müller zum Coach zu schicken, damit der ihn endlich auf 100 Prozent bringt, wird nicht funktionieren.

 

Welchen Ansatz verfolgt Lawyer-Coaching?

 

Als Coach und Karriereberater mit glasklarer Spezialisierung auf Juristen und den Anwaltsmarkt unterstütze ich Anwälte dabei, sich zu Führungspersönlichkeiten zu entwickeln.

Beim Thema der beruflichen (Weiter-) Orientierung, bei Herausforderungen, die sich aus dem beruflichen Alltag ergeben, suchen Anwälte den Austausch.

Coaching findet bei mir in einer streng vertraulichen Gesprächssituation statt, die auf Freiwilligkeit und gegenseitigem Einverständnis beruht. Coaching meint die auf intervenierende Frage- und Kreativtechniken gestützte, zielgerichtete und zeitlich begrenzte Hilfestellung bei beruflichen Fragen.

Mit mir als Sparringspartner arbeiten meine Kunden aktiv an ihrer beruflichen Rolle. Das Coaching ist flexibel an die Bedürfnisse des Kunden anpassbar. Es reicht von einer Sitzung (Impuls-Coaching) bis zu mehreren Sitzungen, es kann persönlich oder telefonisch erfolgen (u.a. mittels Skype). Übrigens nehmen auch und gerade sehr erfolgreiche Anwälte Coaching in Anspruch.

Das Besondere meines Ansatzes ist der Branchen- und Marktbezug. Ich komme nicht aus der psychologischen Beratung, sondern aus dem Geschäft. Mein Hintergrund ist die langjährige berufliche Praxis in Anwaltskanzleien und eine profunde Marktkenntnis seit 1997. Ich war Personal-Manager bei Freshfields Bruckhaus Deringer und Gleiss Lutz sowie Leitender Redakteur und Journalist des Juve-Verlags.

 

Mögliche Einsatzgebiete von Coaching für Anwälte und Kanzleien

 

Sparring

Ob von der Kanzlei oder einem einzelnen Kunden beauftragt: Die Sparring-Situation ist geeignet, eine individuelle Frage, ein persönliches Anliegen zu bearbeiten. Typische Fragen und Problemstellungen kann ich schnell erfassen und einordnen, da ich Kanzleien als Organisationsform von innen kenne. Unnötiger Erklärungsaufwand seitens des Kunden entfällt. Häufig gestellte Fragen, die bearbeitet werden, sind z.B.:

 

   ● Werde ich in der Kanzlei/Partnerschaft so wahrgenommen, wie es meinem Selbstbild entspricht? Muss ich an meinem Standing arbeiten?

   ● Verstehen mich meine Mitarbeiter und Kollegen, verstehe ich sie, funktioniert die Teamarbeit?

   ● Verstehen mich meine Mandanten, welche Rückmeldungen erhalte ich?

   ● Wie trete ich auf internationalem Parkett auf, wie sehen mich ausländische Partner?

   ● Wie komme ich mit Repräsentationsverpflichtungen zurecht (Reden, Vorträge, Sitzungsleitung usw.)?

   ● Wie ordne ich Management-Aufgaben in meine juristische Beratungspraxis ein?

   ● Kann ich meinen Auftritt optimieren (Erscheinungsbild, Körpersprache, Stimme)?

   ● Was tun, wenn der Arbeitstag mich auffrisst? Selbst wenn der Tag 48 Stunden hätte, würde ich mein Pensum nicht schaffen.

   ● Wie steht es eigentlich um meine Gesundheit?

   ● Wie kann ich Berufs- und Privatleben in Einklang bringen?

 

Coaching als Instrument der Personalentwicklung

Die immensen Möglichkeiten einer systematischen Personalentwicklung haben inzwischen auch Anwaltskanzleien erkannt. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden – häufig in Gestalt interner Akademien – vielfach zum Aushängeschild der Kanzleien und zum Argument bei der Nachwuchsgewinnung. Fachliche Inhalte spielen dabei eine wichtige Rolle, grundlegend sind jedoch Soft-Skill-Trainings. Das all diesen Bemühungen gemeinsame Ziel ist es, Anwälte von Jura-Experten zu Beratern zu machen, die eine Vertrauensbeziehung zu Mandanten aufbauen können. Kommunikationsfähigkeit und Rollensicherheit sind dafür entscheidende Voraussetzungen. Idealerweise lassen sich Weiterbildungs- und Trainingsprogramme der Kanzlei-Akademien durch Coachings flankieren. Auf diese Weise wird eine erfolgreiche Implementierung des Gelernten im Berufsalltag sichergestellt. Das ist gezielte Führungskräfte-Entwicklung. Typische Themen auf diesem Feld sind:

 

   ● Wie geht ein Associate auf seinem Karriereweg mit Verantwortungszuwachs um?

   ● Wie entwickelt sich ein Associate vom Jura-Experten zum echten Berater, was erwarten Mandanten?

   ● Wie führt ein Associate Juniors, Referendare, Praktikanten; wie geht er mit dem Kanzlei-Personal um?

   ● Wie bereitet sich ein Associate gezielt auf die Anforderungen der nächsten Karrierestufe vor?

   ● Wie schaffen es Anwälte, Trainingsinhalte (Rhetorik, Präsentation, Zeitmanagement) im Berufsalltag praktisch umzusetzen?

 

Coaching im Rahmen von HR-Projekten

Bei der Umsetzung anspruchsvoller HR-Projekte entsteht häufig interner Coachingbedarf. Dies insbesondere dann, wenn Qualitätssteigerungen beabsichtigt sind, die aus der Personalführung gewonnen werden sollen. Zusammenarbeit im Team, die Bildung grenzüberschreitender Projektgruppen, bessere Kommunikation zwischen Partnern und Associates, gelungener Austausch zwischen Professional Business Services (z.B. Business Development, PR, HR) und Berufsträgern – all diese Ziele, die regelmäßig Ergebnis von Mitarbeiter-Umfragen und Zufriedenheitsstudien sind, bieten sich für begleitendes Coaching an.

 

Karriere-Beratung und berufliche Orientierung

Wichtige Themen bespricht man sinnvollerweise mit einem professionellen Ratgeber. In Rechtsfragen wendet sich der kluge Mensch an seinen Anwalt, sein Haus lässt man vom Architekten bauen, bei Gesundheitsproblemen sucht man einen Arzt auf. Zentrale Lebensthemen wie Berufswahl und Karriereentwicklung sollte man nicht mit sich allein abmachen müssen. In so gut wie jedem Arbeitsleben stellt sich irgendwann die Frage, ob es in der gewohnten Bahn weitergehen soll oder welche Alternativen sich anbieten. Die praxisnahe Verbindung aus Coaching und Karriereberatung bietet an dieser Weggabelung handfeste Unterstützung.

 

Outplacement

In der Industrie und Wirtschaft lange schon fest etabliert, gehen auch immer mehr Professional Service Firms (Unternehmensberatungen, WP-Gesellschaften, Anwaltskanzleien) dazu über, Trennungsentscheidungen im Rahmen von Up-or-Out-Regelungen nicht mehr nur mitzuteilen, sondern strategisch zu begleiten. Bewährte Praxis ist es, Outplacement als Leistung des Arbeitgebers in die Aufhebungsvereinbarung aufzunehmen. Denn: Eine professionell vollzogene, streitfreie Trennung ist für beide Seiten ein Gewinn. Der Anwalt wird nicht fallengelassen, sondern erhält eine aktive Begleitung in eine neue Karriere-Position. Möglicherweise wird er als Legal Counsel in einem Unternehmen künftiger Mandant seiner ehemaligen Kanzlei. In jedem Fall trägt er als Multiplikator zu einem positiven Bild der Kanzlei bei. Für Sozietäten ist es essentiell, den gesunden Kreislauf von Personalzu- und -abgängen zu managen. Insofern ist Placement als komplementäre Aufgabe zu Recruitment zu verstehen.

 

Ob als Privatkunde oder als Kanzlei: Gerne spreche ich mit Ihnen über maßgeschneiderte Lösungen für Ihr Anliegen. Jede Leistung wird auf der Basis eines gründlichen, kostenlosen Vorgesprächs erbracht.

 

Falk Schornstheimer

www.lawyer-coaching.de                   info@lawyer-coaching.de


16. März 2011

myjobfair – Das Karriere-Event.

 

ÜBER EIN (MYJOBFAIR) KARRIERE-EVENT I

 

Wie finden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zielgerichtet zusammen? Es gibt vielfältige Antworten auf diese Frage. Allen gemein ist jedoch, dass einerseits die richtigen Suchkriterien erfüllt sein müssen, andererseits der Aufwand in einem Verhältnis zum Ergebnis stehen muss.

 

Hat ein Unternehmen eine Praktikumsstelle zu vergeben und erhält dazu eine Vielzahl an qualifizierten Bewerbungen, wird die Schaltung einer kostenintensiven Printanzeige eher nicht notwendig sein. Sucht ein Unternehmen beispielsweise dringend einen jungen Spezialisten für den Treasury Bereich, kann die vakante Position über Kanäle wie z.B. betriebsinterne Empfehlungen aber nicht besetzen, ist möglicherweise der Weg über einen Head-Hunter zwar mit erhöhten Kosten verbunden, führt ggf. aber zu einer kurzfristigen Einstellung.

 

Ebenso muss sich ein Studierender oder Absolvent die Frage stellen, ob die Versendung von einer aufwändig gestalteten Bewerbungsmappe auch dann sinnvoll ist, wenn ein Unternehmen primär nur Bewerbungen über sein Online-Karriere-Portal wünscht…

 

Karriere-Events stellen neutrale Plattformen dar und haben ebenso den Anspruch potenzielle Arbeitgeber und potenzielle Arbeitnehmer zusammenzuführen. Dabei steht gesondert im Vordergrund, dass der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis für beide Teilnehmergruppen sachlich sinnvoll ist, und die Interessen junger Akademiker wie auch der Unternehmen bestmöglich erfüllt werden.

 

Inhaltlich unterscheiden sich Karriere-Events…


… in Form ihrer logistischen Ausgestaltung:

 

• offene Messeveranstaltung mit Spontankontakten

• reines Interviewevent mit ausschließlich geladenen Kandidaten

• Workshop mit Fallstudien

• Mischform der genannten Optionen


… in der Frage des Veranstaltungsorts:

 

• unmittelbar an einer Hochschule

• in hochschulunabhängig gelegenen Räumlichkeiten wie z.B. Congress-Centren


… in der Frage des Veranstalters:

 

• hochschuleigen, z.B. über den Career Service

• hochschulansässig, z.B. über studentische Initiativen

• hochschulpartnerschaftlich, z.B. über externe Kooperationspartner

• hochschulunabhängig, z.B. Dienstleister mit eigen organisierten Karriere-Events (zumeist in Congress-Centren)

 

Bei der Mehrheit der Veranstaltung(sform)en sind dabei alle Services für die Besucher durchweg kostenfrei.

 

ÜBER EIN (MYJOBFAIR) KARRIERE-EVENT II

 

Die auf die Fachbereiche | Rechts- und Wirtschaftswissenschaften | spezialisierten MYJOBFAIR Fakultätskarrieretage legen gesonderten Wert auf die Zusammenarbeit mit einer Partnerhochschule bzw. den dort ansässigen Fakultäten, welche gleichzeitig auch die Veranstalter der Karriere-Events sind.

 

Wichtig ist MYJOBFAIR dabei, den Studierenden die Kontaktwege so effizient wie möglich zu gestalten, und Unternehmen die Option zu geben, die Zielgruppe der jungen Akademiker dort zu erreichen, wo sie ausgebildet werden.

 

Für die Studierenden bedeutet das im Detail, dass sie durch die Umsetzung der Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Fakultät auch im laufenden Vorlesungsbetrieb den entscheidenden Schritt in ihre Zukunft gehen können. Wichtig dabei: Die Aussteller sprechen bei den Fakultätskarrieretagen bewusst Bewerber jeder Ausbildungsphase an, und platzieren somit Angebote wie Praktika, studentische Nebentätigkeiten, Nebentätigkeiten während des Referendariats usw. und nicht ausschließlich nur Festanstellungen.

 

Neben den Karrieregesprächen am Messestand haben die Besucher zudem die Gelegenheit, am Rahmenprogramm teilzunehmen, welches nicht nur aus Fachvorträgen besteht. Auch Bewerbungsmappenchecks oder Karriere-Coaching werden vor Ort angeboten. Kostenfrei – so wie auch alle weiteren Services!

 

ÜBER EIN (MYJOBFAIR) KARRIERE-EVENT III

 

Die Möglichkeiten für Besucher auf einen Blick:

 

• Fakultätskarrieretage = Direkte Kontakte zu Personal- und Fachverantwortlichen
• Fakultätskarrieretage = Aktuelle und zukünftige Stellenangebote von Kanzleien und Unternehmen
• Fakultätskarrieretage = Karriereberatung über Bewerbungsmappencheck und Vor-Ort-Coaching
• Fakultätskarrieretage = Fachvorträge und Unternehmenspräsentationen

 

Die Möglichkeiten für Kanzleien und Unternehmen auf einen Blick:

 

• Fakultätskarrieretage = Kontakte + Kennenlernen + Employer Branding
• Fakultätskarrieretage = Praktika + Studentische Nebentätigkeiten + Referendariat + Festanstellung
• Fakultätskarrieretage = Talentbindung!

 

MYJOBFAIR GmbH | Sebastian Krug | www.myjobfair.de | info@myjobfair.de


17. November 2011

Studienberatung

 

Karriere > Karriere & Ausland

 

NACH DEM JURASTUDIUM

 

Karriere & Ausland(saufenthalt)

 

Was kommt nach dem Jurastudium? Entscheiden bei der Jobsuche nur die Noten? Welche Rolle spielen Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen? Einige wenige Studenten (oder Abiturienten) werden bereits ganz genau wissen, was nach dem Jurastudium kommt und mit welchen Qualifikationen sie welchen Job bekommen – die meisten aber eher nicht. Aus diesem Grund geben wir an dieser Stelle einen kurzen Überblick über Job- und Karrieremöglichkeiten für Jurastudenten. Außerdem erklären wir, welche Rolle das Thema Auslandsaufenthalt bei Bewerbungen spielt.

 

Gute Chancen und viele Möglichkeiten für Juristen

 

Ein abgeschlossenes Jurastudium bietet sicherlich keine Jobgarantie, aber sehr gute Chancen auf eine Anstellung sowie viele unterschiedliche Einsatz- bzw. Karrieremöglichkeiten: als angestellter Anwalt in einer Kanzlei, als Staatsanwalt, als Notar, bei Banken, bei Versicherungen, bei Parteien, in den Rechtsabteilungen größerer Wirtschaftsunternehmen, bei internationalen Organisationen, im öffentlichen Dienst, als Unternehmens- oder Steuerberater oder auch als Journalist (z.B.im Fachbereich Recht).  Es besteht natürlich auch die Option, nach dem Jurastudium im Hochschulbereich zu bleiben und als Dozent / in der Forschung zu arbeiten, bzw. weitere Titel zu erwerben. Darüber hinaus hat die Erfahrung gezeigt, dass Juristen sich häufig als gute Quereinsteiger in den verschiedensten Bereichen abseits der „normalen“ juristischen Berufsfelder erweisen, wie die hohe Quote an Juristen im Deutschen Bundestag beispielsweise zeigt.

 

Zusatzqualifikationen machen den Unterschied

 

Über einen Job entscheiden am Ende, neben den (im Bereich Jura, zugegeben, sehr wichtigen) Endnoten und den erlangten Abschlüssen, durchaus auch Zusatzqualifikationen wie praktische Fähigkeiten und Erfahrungen, eine Ausbildung zum Fachanwalt/Wirtschaftsprüfer oder Fremdsprachkenntnisse (speziell für international arbeitende Kanzleien bzw. Unternehmen). Praktika sind auch eine gute Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen (eine Note relativiert sich häufig recht schnell, wenn man als Praktikant einen guten Eindruck hinterlassen hat). Auch Auslandsaufenthalte im Lebenslauf spielen bei Bewerbungen eine Rolle, denn neben den schon erwähnten Sprachkenntnissen erwirbt man hier Lebenserfahrung sowie – im besten Fall – durch ein Auslandspraktikum auch wertvolle praktische Fachkenntnisse.

 

Auslandsaufenthalte als Zusatzqualifikation

 

Auslandsaufenthalte sind bei Arbeitgebern gern gesehen – das gilt heutzutage mehr denn je. Für Jura-Absolventen sind Auslandserfahrung und umfassende Fremdsprachenkenntnisse gerade dann von größter Bedeutung, wenn sie in einem international agierenden Unternehmen tätig werden, oder bei einer internationalen Organisation arbeiten wollen. Aber auch für die meisten anderen Arbeitgeber spielt die Tatsache, dass ein Bewerber den Schritt ins Ausland gewagt und dort Lebenserfahrung gesammelt hat, eine wichtige  Rolle.

 

Das Auslandspraktikum als ideale Lösung

 

Die ideale Lösung in Sachen Auslandsaufenthalt ist für einen Jura-Studenten das Auslandspraktikum im Bereich Jura/Recht. Auf diese Weise können Auslands- und (fachspezifische) Arbeitserfahrungen gleichzeitig erworben werden, hinzu kommen die verbesserten Fremdsprachenkenntnisse. Aber auch andere Formen des Auslandsaufenthalts wie Work and Travel (Jobben und Reisen), Freiwilligenarbeit (bzw. Volunteering) oder Kombinationen aus Praktika und Sprachkursen sind gute Möglichkeiten, um wichtige Auslands- und Arbeitserfahrungen zu sammeln.

 

Weitere Informationen

 

www.studium-ratgeber.de

 

>> Vielfältige Informationen zu den Themen Studium und Karriere bietet der Studium-Ratgeber.

 

www.auslandszeit.de

 

>> Informationen zu Auslandsaufenthalten jeglicher Art, ein kostenloses eBook sowie den innovativen auslandszeit-Test findet man auf Auslandszeit.de.


23. Mai 2013

Karriere-Veranstaltungen für Juristen: Sinn / Zweck / Do´s and Don´ts

MYJOBFAIR GmbH
Sebastian Krug –


Karriere-Veranstaltungen für Juristen: Sinn / Zweck / Do´s and Don´
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Unabhängig von der Veranstaltungsform, der Veranstaltungsräumlichkeit und dem Veranstalter sind Karriere-Events vor allem eines: Ein effizientes Kennenlernen potenzieller Arbeitgeber!

Wo sonst ist es möglich, an einem Tag mit einer Vielzahl an Kanzleien, Unternehmen und öffentlichen Institutionen zu sprechen?

Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Besucher haben den direkten Vergleich, können für sich ausloten, welche Gespräche ihnen fachlich am meisten gegeben haben, welche Ansprechpartner den engagiertesten Eindruck gemacht haben oder welcher Messestand den einladensten Eindruck gemacht hat.

Natürlich gibt es keine Garantien dafür, dass später dieser oder jener Arbeitgeber auch im Joballtag das 1:1 hergeben muss, was am Messetag zum beruflichen Werdegang vermittelt wurde. Aber ein erster Eindruck hilft in einer Entscheidung mehr, als keiner.

Im Gegensatz zu einem normalen Bewerbungsprozess hat man zudem oftmals die Chance, die Ansprechpartner am Messetag kennenzulernen, die auch im Office für die Auswahlverfahren zuständig sind. Direkter geht’s nicht!

Dabei bieten Karriere-Events noch weit mehr:


Neben möglichen konkreten Stellenangeboten wie Praktika, Nebentätigkeiten, Referendars- oder Festanstellungen besteht auf den Messen die Option, erste Kontaktnetzwerke zu knüpfen.
 

Besucher können auf den Veranstaltungen auch einmal ihren Auftritt & die Wirkung hierzu „üben“, falls bisher eher weniger Erfahrungen in Vorstellungsgesprächen erworben wurden.

Die Teilnehmer der Veranstaltungen erfahren in den Vorträgen des Rahmenprogramms oft weit mehr über die Arbeitgeber, als im Internet oder in Imagebroschüren herauszulesen ist. Denn live ist live!

Als gesonderte Services stehen oft Karriere-Berater mit Rat und Tat zur Seite, welche CV-Checks ermöglichen oder eine unmittelbare Bewerbungsberatung umsetzen.

Über vorab ausgemachte Vorstellungsgespräche (oft via Online-Bewerbungstools) hat man seinen Tagesplan schon vorbereitet. Wie bei allem gilt dabei, alles kann, kein muss. Auch jeder spontane Besuch lohnt sich.


Insgesamt gilt es bestmöglich die 10 wichtigsten Gebote zum Messebesuch zu beachten:

Vorbereiten (grundsätzlich):

Was kann ich (besser als andere)? Was will ich (auch langfristig)? Wohin passe ich? Gibt es einen Markt für meinen Berufswunsch?
 

Ziel(e) definieren:

Wie viel Zeit zum Veranstaltungsbesuch habe ich? Welche Gespräche sind mir am wichtigsten? Möchte ich das Rahmenprogramm nutzen?
 

Aktiv werden:

Warum sind die Aussteller auf den Veranstaltungen? Um Bewerber kennenzulernen!  Also sollte man sie auch ohne Scheu offen ansprechen.
 

Angemessen auftreten:

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck! Erscheinung ist immer auch ein Statement. Dem Prinzip Angemessenheit folgend sollte man als Bewerber daher Flip-Flops und kurze Hosen vermeiden, und sich stattdessen in Kleidungsfragen an dem Berufsbild orientieren, welches man später auch ausüben will. Ihr Gegenüber an den Ständen tut das ja auch.
 

Dynamik entfalten:

Nichts ist schlimmer, als eine Unterhaltung ohne Gesprächsfluss. Daher gilt es nicht nur informiert und Interessiert zu sein, sondern auch bestmöglich locker und auf jedenfall echt. Spätestens im echten Vorstellungsgespräch fällt dem Arbeitgeber auf, welcher Bewerber mehr Schein als Sein war.
 

Fragen:

Wer nicht fragt bleibt? Richtig. Am Messetag stehen die Ansprechpartner der Aussteller gern zur Verfügung, um zu erläutern, wie für ein Praktikum z.B. die Auswahlkriterien sind, oder wie ein zukünftiger Associate von einem Partner begleitet wird.  Daher schon vor den Gesprächen seine Fragen bündeln und mitbringen.
 

Schriftliche Unterlagen:

Ein Kurz-Profil ist immer ein schönes Statement, von sich eine Art Visitenkarte zu hinterlassen. Eine vollständige Bewerbungsmappe muss nicht zwangsläufig sein, ist für Bewerber welche zu einem Gespräch vorab eingeladen wurden aber auch nicht von Nachteil. Dabei gilt: Ein Lebenslauf „lebt“, das Bewerbungsphoto sollte professionell erstellt und nicht zu alt sein und „typische Fehler“ müssen aus der Mappe ausgemerzt sein.
 

Vergleichen:

Mehr als fünf Karrieregespräche an einem Messetag sind nichts Ungewöhnliches. Am Ende eines Messetags ist man oft auch mal platt. Dennoch gibt es nirgends die Chance, so unmittelbar zu vergleichen, wie bei Karriere-Events. Und das sollte man dann auch tun.
 

Follow up-Maßnahmen nicht vergessen:

Ohne Notizen geht nichts. Spätestens nach dem achten Gespräch weiß man nicht mehr jedes Detail aus dem Interview. Daher Notizen machen und die im Termin zugesagten Themen auch einhalten (z.B. Nachversand von Zeugnissen)
 

De-Briefing (individuell oder mit Coach):

Viele Gespräche wurden geführt, Hände geschüttelt, Notizen gemacht. Was kommt nach dem Messetag? Einige Tipps folgen hier im Anschluss, oftmals hilft es auch, sich mit Kommilitonen, Freunden oder der Familie über die Ergebnisse des Tages auszutauschen – am Professionellsten geht es natürlich mit einem Karriere-Coach.
 

Im Anschluss an den Messebesuch ergeben sich folgende Themen:
 

Dankesmail an alle Gesprächspartner (evtl. mit Statusmeldung), begründetes Interesse bekunden
 

Zeitnah zugesagte Unterlagen liefern
 

Zeit nehmen zum Nachdenken und Gewichten
 

Schlussendlich: Abschließen (Praktikumsplatz, Vertrag)
 

myjobfair Fakultätskarrieretage
 

Die Fakultätskarrieretage von myjobfair verbinden alle eben genannten Themen. Da die Veranstaltungen gezielt auf dem jeweiligen Universitätscampus stattfinden, ist unser Motto "Die Karriere kommt zu Ihnen" dabei mehr als ein Werbelabel.

Die MYJOBFAIR GmbH realisiert die Fakultätskarrieretage derzeit für mehr als 10 juristische Fakultäten – und das Deutschlandweit, für jede Region. Alle Standorte und Termine sind jederzeit über www.myjobfair.de aufrufbar. Wir freuen uns über eine Teilnahme!